Die Mosel - mit einer Länge von über 500 km der längste deutsche Nebenfluss des Rheins - hat ihre Quelle in den Vogesen, genauer gesagt am Pass Col de Bussang, und mündet bei Koblenz in den Rhein. Dabei passiert die Mosel Frankreich, Luxemburg (natürliche Grenze zu Deutschland ) sowie die beiden deutschen Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz und bildet zwischen Eifel und Hunsrück eine der reizvollsten Flusslandschaften Europas, die zugleich ein weithin bekanntes und jahrtausendealtes Weinbaugebiet darstellt.
Schon frühe Siedler und Kulturen wussten sowohl das milde Klima und den fruchtbaren Boden als auch die Mosel als Transportweg zu nutzen. Heute ist das Weinbaugebiet entlang von Mosel - Perl bis Konstanz - sowie den Nebenflüssen Saar und Ruwer vor allem für den hier angebauten Riesling berühmt und die Mosel eine bedeutsame Schifffahrtsstraße der Bundesrepublik.
Das Fünftgrößte der deutschen Qualitätsweinanbaugebiete gliedert sich in sechs Bereiche sowie 19 Großlagen und mehr als 520 Einzellagen und umfasst eine Weinbergsfläche von insgesamt rund 9000 ha.
Neben dem Riesling - die Region gilt als größte zusammenhängende Rieslinganbaufläche weltweit und bietet mit ihren steilen Schieferhängen ideale Bedingungen für die weiße Rebsorte - werden unter anderem auch Müller-Thurgau, Elbling, Kerner und Blauer Spätburgunder angebaut.
Der steilste Weinberg in Europa ist der Calmont, eine Höhe bis zu 380 Metern und eine Neigung von bis zu 75 Grad kennzeichnen die Einzellage zwischen Ediger-Eller und Bremm. Der Calmont mit dem auf Originalfundamenten errichteten Tempel aus spätrömischer Zeit und großartiger Aussicht auf die Umgegend mit der Klosterruine Stuben und der gedrängten Moselschleife um den Petersberg ist ein herrliches Ziel und für geübte Wanderer über den Klettersteig bzw. den Calmont-Höhenweg erreichbar.
Doch nicht nur der Calmont ist ein Anziehungspunkt innerhalb der Flusstäler von Mosel, Saar und Ruwer. In der historischen Kultur- und Weinlandschaft findet sich außer Winzern, die Spitzenweine kreieren, auch eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, beispielsweise die älteste Stadt der Bundesrepublik - Trier.
Trier wurde als „Augusta Treverorum“ 16 v. Chr. vom Kaiser Augustus gegründet und blickt auf eine über 2000 jährige Geschichte zurück. Stolz und gewiss nicht zu Unrecht beansprucht Trier den Titel „älteste Stadt Deutschlands“, schließlich war jenes schon zu römischen Zeiten eine Stadt, die um das Jahr 300 wohl gut 80.000 Bürger zählte.
Heutzutage leben über 100.000 Menschen in der einstigen Kaiserresidenz und inzwischen kreisfreien Stadt im Bundesland Rheinland-Pfalz, deren römische Teile im Jahr 1986 von der UNESCO als Welterbe ausgewiesen wurden sind.
Die insgesamt neun Welterbestätten sind sicherlich die bekanntesten - jedoch nicht die einzigen - Attraktionen der Stadt, hier sind zu nennen die Porta Nigra als früheres römisches Stadttor und jetziges Wahrzeichen von Trier, die Konstantinbasilika, die Kaiserthermen und die Barbarathermen als Reste weitläufiger römischer Badeanlagen, das Amphitheater, die Igeler Säule (römisches Grabmal) sowie die Römerbrücke als älteste Brücke, die Liebfrauenkirche als eine der ältesten gotischen Kirchen und der Trierer Dom als älteste Bischofskirche der Bundesrepublik. Daneben verfügt Trier über eine Reihe weiterer interessanter Bauwerke unterschiedlicher Epochen und Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise der Hauptmarkt - das Herz der Stadt - umringt von imposanten Bauten, die Benediktinerabtei St. Matthias, die Kirche St. Paulin, das Kurfürstliche Palais oder das Geburtshaus von Karl Marx mit Museum zu dessen Leben und Wirken.
Einen Besuch lohnen aber auch Koblenz mit dem Deutschen Eck, der Festung Ehrenbreitstein, dem Schloss Stolzenfels und dem Kurfürstlichen Schloss, die Reichsburg Cochem, Saarburg mit Wasserfall im Zentrum, Bernkastel-Kues mit dem wunderschönen historischen Marktplatz, Traben-Trarbach mit seinem Wahrzeichen - dem reich verzierten Brückentor oder Neumagen-Dhron, berühmt als einer der ältesten Weinorte Deutschlands und für das Neumagener Weinschiff, ein antikes Grabmal eines Weinhändlers. Etliche weitere romantische Flecken, idyllische Winzerorte und historische Zeugnisse lassen sich an den Ufern von Mosel, Saar und Ruwer entdecken, darunter die Überreste einst mächtiger Burgen und prachtvoller römischer Villen - zum Beispiel die als Freilichtmuseum rekonstruierte Villa Borg in der saarländischen Gemeinde Perl.
Die zauberhaften Landschaften mit ihrer mannigfachen Tier- und Pflanzenwelt laden zu erlebnisreichen Wanderungen und Radtouren ein, mit gemütlichen und anspruchsvollen Routen wird jedem Urlaubstyp etwas geboten.
Eindrucksvolle Panoramen bieten sich jedoch nicht nur zu Lande, sondern auch vom Wasser, ob mit dem Kanu, dem Ruderboot oder - ganz bequem - während einer Schifffahrt.
Und natürlich zeigt sich die Gastronomie - und zwar nicht nur wegen der erstklassigen Tropfen - von ihrer besten Seite. Im Bereich der Beherbergungsbetriebe steht das Moselgebiet anderen deutschen Ferienregionen ebenfalls in nichts nach und offeriert eine reichhaltige Auswahl an Hotels, Gästehäusern, Privatzimmern, Ferienhäusern, Ferienwohnungen und Pensionen.